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Die Destillation


Die Technik der Destillation beruht auf der Fähigkeit von Wasserdampf, die ätherischen Öle herauszulösen und zu transportieren.

Die seit der Antike bekannte Technik der Wasserdampfdestillation wurde in der arabischen Kultur ab dem 8. Jahrhundert perfektioniert und ist auch heute noch eine der wichtigsten Techniken der traditionellen Parfümerie.

Die Blüten oder anderen Pflanzenteile, die destilliert werden sollen, werden auf eine Lochplatte im oberen Teil des Brennkessels eines Destilliergeräts gelegt, welcher mit kochendem Wasser gefüllt ist. Beim Aufsteigen löst der entstandene Dampf die Riechstoffe in Form von Duftmolekülen aus diesen Pflanzenteilen heraus und transportiert sie in eine Rohrschlange, wo ein Kühlsystem seine Kondensation ermöglicht. Der Dampf kühlt ab und das auf diese Weise erhaltene flüssige Gemisch aus Wasser und ätherischem Öl wird dann in einem Essencier, auch Florentiner Topf genannt, aufgefangen, in dem die beiden Flüssigkeiten sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Dichte von selbst trennen. Die ätherischen Öle werden an der Oberfläche abgeschöpft, um in der Parfümherstellung verwendet zu werden, während die Duftwässer von bestimmten Essenzen (Rosenwasser, Orangenblütenwasser…) in anderen Bereichen verwendet werden.
 
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